istlokal.de zu „Bloggergate“

In den vergangenen Tagen wurde einiges zu „Bloggergate“ geschrieben.

Worum gehts? Sascha Pallenberg hat „aufgedeckt„, dass eine Reihe von Blogs sogenannte „Backlinks“ gegen Geld in ihre Texte eingebaut haben. Außerdem wurde gegen Geld die Verwendung von bestimmten „Keywords“ vereinbart. Das Ziel: Das Google-Pagerank des Auftraggebers oder dessen Kunden zu verbessern.

istlokal.de stellt dazu fest:

  • Ein „Bloggergate“ ist nicht erkennbar, sondern nur einige eher unbekannte Blogbetreiber, die sich auf unseriöse GeschĂ€fte eingelassen haben.
  • Eine deutsche Bloggerszene, die sich durch klare Kritierien definieren lĂ€ĂŸt, ist nicht existent.
  • Die pauschale Diskrimierung von Bloggern halten wir fĂŒr wenig zielfĂŒhrend

istlokal.de wird die Mitglieder des Netzkwerkes eindeutig nach außen vertreten und eine Mitgliedschaft wird als ein Art „QualitĂ€tssiegel“ fĂŒr das eigene Angebot benutzt werden können.

  • istlokal.de ist das erste qualitative Netzwerk, in dem Lokaljournalisten ihre Angebote bĂŒndeln und sich gegenĂŒber anderen abgrenzen.
  • Das Ziel von istlokal.de ist die Fördung von qualitativ gutem Journalismus in der Lokal- und Regionalberichterstattung. Dazu gehört auch die Entwicklung von Werbemöglichkeiten und deren Vermarktung, um die journalistische Arbeit zu bezahlen.
  • Eine Vermischung von Werbung und Redaktion lehnen wir strikt ab.
  • Innovativen Werbeformen, die klar gekennzeichnet sind, stehen wir positiv gegenĂŒber.
  • GrundsĂ€tzlich sind Auftragstexte vollkommen in Ordnung, wenn sie als Werbung oder Sonderveröffentlichung klar gekennzeichnet werden und nicht fĂ€lschlicherweise als redaktioneller Beitrag gekennzeichnet sind.
  • Mitglieder von istlokal.de handeln immer auf eigene Verantwortung. Wer gegen die gebotene Trennung von Redaktion und Werbung verstĂ¶ĂŸt, wird von istlokal.de ermahnt, die Trennung einzuhalten. Bei fortgesetztem Verstoß endet die Mitgliedschaft auf Beschluss eines Ausschusses.
  • istlokal.de wird dazu einen eigenen Kodex entwerfen, da sowohl der Pressekodex als auch der Kodex des Netzwerks Recherche unzureichend in bezug auf Internetjournalismus und den Medienwandel sind.

istlokal.de

  • Gewagte Thesen, schneidig vorgetragen. Richtiger werden sie dadurch nicht.

    Es gab keine pauschale Diskriminierung von deutschen Bloggern, vielmehr habe ich diese in Schutz genommen.

    Es waren sehr bekannte Blogs darunter. Eine kleine Google Recherche zeigt das.

    Genau wie eine deutsche Journalisten-Szene, ist auch eine deutsche Blogger-Szene existent. Eine klare Definition der selbigen bedarf es nicht, um festzustellen, dass sie existiert.

  • Hallo Sascha,

    „in Schutz nehmen“ wĂŒrde ich nicht unbedingt mit Deiner ersten Meldung in Verbindung bringen:
    http://twitter.com/sascha_p/status/28399156393410560

    Zur Erinnerung, das war der Beitrag:
    http://www.netbooknews.de/32977/basicthinking-onlinekosten-gmbh-und-der-keyword-spam/

    Wenn Du genau liest, steht in dem Text nicht, dass Du pauschaul „deutsche Blogger“ diskrimiert hast.

    Deinen Beitrag fanden wir gut – was andere draus gemacht haben, allerdings nicht.

    Schade, dass Du nicht mal den Versuch machst, zu definieren, was „Bloggerszene“ meint.

    Wenn Du die „Journalistenszene“ erkennst, dann woran? Wen meinst Du damit? Herausragende Journalisten wie Heribert Prantl von der SĂŒddeutschen oder den Rentner, der ĂŒber Vereine schreibt oder den durchschnittlichen deutschen Lokalbratwurstschreiberredakteur?

    Nicht jeder, der sich Journalist nennt, ist einer – das gilt wohl auch fĂŒr Blogger.

    Und eine „Szene“ lĂ€sst sich immer ungefĂ€hr definieren.

    Vielleicht fÀllt Dir ja noch was ein dazu.

    Gruß
    Hardy