Es wird Zeit, “Hüte zu verteilen”…

Liebe istlokal.de-Mitglieder,

wir haben am 21. Januar 2011 mit der Werbung von Mitgliedern begonnen.

„Wir“ sind Stefan Aigner, Thomas Pfeiffer (die nächsten vier Wochen in Urlaub) und Hardy Prothmann. In drei Wochen haben sich 35 lokale und regionale Blogs angemeldet, die journalistisch tätig sind. Eine super Resonanz!

Von der Idee zum Netzwerk.

„Unsere“ Idee haben wir in einer Reihe von Beiträgen hier beschrieben und dass sich so viele Blogs innerhalb so kurzer Zeit bei istlokal.de angemeldet haben, freut uns riesig, weil so viele diese Idee zu ihrer machen und sie unterstützen.

In den Monaten April/Mai soll es eine Gründungsveranstaltung geben. Vorzugsweise irgendwo in „Mitteldeutschland“, damit alle möglichst kurze Wege haben. Wer einen Tagungsort kennt, der 20-40 Personen Platz bietet, günstige Unterkunftsmöglichkeiten, eine gute Verkehrsanbindung und ausreichend Steckdosen, gibt uns bitte einen Tipp.

Diese „zentrale Veranstaltung“ kann dann natürlich auch von „Regionalgruppen“ wiederholt werden.

Open Source.

istlokal.de setzt auf den „Open-Source“ Gedanken – viele arbeiten an einer Idee mit und alle können von diesen Leistungen profitieren. Mindestens journalistisch, sicher auch technisch und rechtlich und für die Mitglieder, die professionelle Ambitionen haben, auch geschäftlich.

Organisation.

Geplant ist die Einrichtung einer Genossenschaft, in der die einzelnen Betreiber Mitglieder werden können. Weiter soll ein Unternehmen gegründet werden, an dem über die Genossenschaft die Mitglieder beteiligt sein können. Wie genau das konstruiert wird, ist offen.

Dieses Unternehmen soll als Dienstleister die Mitglieder in Sachen Journalismus, Marketing und Vertrieb, Technik und Rechtliches unterstützen. Es nimmt den Mitglieder Arbeit ab, erledigt diese und gibt die Ergebnisse an die Mitglieder zurück.

Der Erfolg dieses Unternehmens wird der Erfolg der Mitglieder sein und umgekehrt.

Klar ist, dass die drei Ideengeber ein „Vorrecht“ haben, Teilhaber dieser Firma zu werden. Klar ist aber auch, dass Mitglieder, die sich mit Kompetenz und aktiver Mitarbeit einbringen, ebenfalls Teilhaber werden können. Die Mitarbeit und die eingebrachten Kompetenzen sind das „Investitionskapital“.

Es ist darüber hinaus vorstellbar, dass jemand „Geldkapital“ als Investition einbringen kann, um den Start zu unterstützen, die Idee zu befördern und durchaus auch mit dem Interesse, dass sich diese Investition lohnt. Interessenten können sich gerne melden oder empfohlen werden. Eine solche Investition wird aber nur zu einer Minderheitenbeteiligung führen können, weil das Hauptkapital unsere Mitglieder sein sollen und ihr Ziel, lokaljournalistisch gute Arbeit zu leisten.

Denn istlokal.de ist eine unternehmerische Idee, die den unabhängigen Lokaljournalismus befördern will. Und der will finanziert sein.

Förderung des Lokaljournalismus.

Gleichzeitig will istlokal.de aber auch engagierte „Bürgerjournalisten“ unterstützen, weil diese mit ihren Informationen dazu beitragen, die Demokratie und das Miteinander vor Ort zu stützen. Dieses Solidaritätsprinzip soll festgeschrieben werden.

Das Unternehmen istlokal.de will sich der journalistischen Aus- und Fortbildung widmen, Recherchen unterstützen, Themen anbieten und die Erfahrungen der Mitglieder sammeln und aufbereiten.

Auch in Sachen Vermarktung: Wenn das gut gelingt, profitieren alle, die an einer Vermarktung interessiert sind, über die eigene Erfahrung hinaus von den Erfahrungen anderer. Das ist die Kernidee hinter istlokal.de: Ein „Groundsourcing“, denn gemeinsam sind wird stärker als jeder für sich.

Im Grunde machen wir nichts anderes, als das, was die Zeitungsverlage und andere Medienhäuser tun: Sie professionalisieren das „Geschäft“. Dafür braucht es eine vernünftige Organisation, die über das Unternehmen istlokal.de zur Verfügung gestellt werden soll.

Im Mittelpunkt des Geschäfts steht aber – und das ist der Unterschied zu den „etablierten“ Medien – der Journalismus.

Erste Interessenten am Unternehmen istlokal.de haben sich bereits gemeldet – weitere Angebote sind willkommen. Auch von „außen“. Denn die meisten istlokal.de-Mitglieder sind eben keine Marketing- und Vertriebsexperten, Programmierer oder Juristen. Genau solche Fachleute brauchen wir aber, um das Projekt in Gang zu bringen.

Für den Bereich Journalismus setzen wir auf die Mitglieder – aber auch hier ebenfalls auf andere Persoenn von „außen“. Dazu sind wir beispielsweise schon mit Trainern und Universitäten im Gespräch.

Klar ist: Alle istlokal.de-Mitglieder bleiben selbstständig. Jeder kann die Angebote nutzen, muss es aber nicht.

Viele Hüte zu verteilen.

Kurzum: Wer sich für einen der vier Bereiche interessiert und sich und seine Kompetenz einbringen will, bietet das bitte per email an kontakt(at)istlokal.de an. Es geht konkret um eine Unternehmensgründung und eine aktive Teilhaberschaft.

Es gibt aber noch weitere Aufgaben: Wir mussten bereits drei Angebote abweisen, weil die Grundvoraussetzung, aktiver Lokal- oder Regionaljournalismus nicht gegeben waren.

Zwei weitere Angebote werden die Prüfung voraussichtlich nicht bestehen. Wir haben nicht die Angebote als solche abgelehnt – sie haben schlicht und ergreifend nicht die Kriterien erfüllt.

(Update): Weil wir angefragt wurden. Wir informieren nicht darüber, wenn wir nicht aufgenommen haben, weil es keinen Grund dafür gibt. Darunter sind auch gute Angebote, die durch einen „solchen Bescheid“ eventuell Schaden nehmen könnten, was nicht in unserem Sinne ist.

Mitgliederverwaltung

Zur Zeit entscheiden das die drei Gründer von istlokal.de – wir möchten hier aber gerne Unterstützung haben. Das Ziel ist ein Gremium aus sieben Mitgliedern. Die Zahl sieben ist klar: Bei „strittigen“ Fragen gibt es zumindest eine 4:3-Mehrheit. Dieses Gremium muss einen verbindlichen Kriterienkatalog entwickeln, um Bewerber aufzunehmen oder abzulehnen und bereits aufgenommene Mitglieder, die die Kriterien nicht mehr erfüllen, anzumahnen und im Zweifel auszuschließen.

Was sich „drastisch“ anhört, hat einen guten Grund: die Förderung des Lokaljournalismus. istlokal.de ist kein Sammelsurium von Blogs, sondern ausschließlich für lokal- und regionaljournalistische, unabhängige Angebote. Es wird wichtig sein, dieses Profil klar und deutlich zu vertreten. PR-Klitschen oder eindeutige „Interessenvertretungen“ werden bei uns keinen Platz haben.

Technik

Ein weiteres Gremium soll sich der Technik widmen. Hier sind die Mitglieder aufgerufen, die technisch versiert sind, mehrere Arbeitskreise zu entwickeln: WordPress, Widget, Wiki, Apps, Mikro, Kamera, Facebook, Twitter, Smartphones usw. Für die Einrichtung eines Forums haben sich zwei istlokal.de-Mitglieder bereits den Hut aufgesetzt: Vielen Dank an Jörg Levermann (Eichwalder-Nachrichten.de) und Michael Wenzl (Singold-Bote.de) – wer da noch mitmachen will, bitte melden.

Layout

Eine weitere wichtige Arbeitsgruppe wird das Layout betreffen: Peter Posztos von der (tegernseerstimme.de) hat sich bereit erklärt, das „Theme“ für istlokal.de zur Verfügung zu stellen. Danke für dieses tolle Angebot!

Aber: Obwohl das Layout klasse ist, gibt es bestimmt viele Ideen und Vorstellungen, was dem ein oder anderen besser gefallen könnte oder einfach besser zum individuellen Angebot passt. Das Layout-Team soll diese Ideen und Vorschläge sammeln, zusammenführen, Vorschläge machen und gute Lösungen empfehlen.

Ziel ist die Entwicklung eines Grundlayouts, dass sich optimal an die Bedürfnisse eines „kleinen Landblogs“ bis hin zum großen Stadtblog anpassen lässt. istlokal.de-Mitglieder können das dann nutzen, wenn sie sich „verbessern“ möchten und auch, um zu zeigen, dass ihre Seite zum Netzwerk gehört. Die Basis-Version wird „Open Source“ sein – die „Business-Version“ bleibt den professionellen istlokal.de-Mitgliedern vorbehalten und soll auch Anreiz für neue Mitglieder sein, die sich als „Unternehmer“-Journalisten eine Zukunft aufbauen möchten.

Vermarktung

Der Arbeitskreis Vermarktung soll Informationen über erfolgreiche Werbeformen sammeln und entwickeln. Außerdem Kritierien, was zulässig ist und von istlokal.de unterstützt wird und was nicht, beispielsweise intransparente „Backlinks“. Außerdem sollen überregionale Kunden identifiziert werden und Vermarktungsstrategien entwickelt werden: lokal, regional, überregional.

Recht

Wo zwickt es am meisten? Was sind die dringenden, alltäglichen rechtlichen Fragen? Das ist ein weites Feld von der eigenen Unternehmensform, über AGBs oder Verträge bis hin zu Abmahnungen. Die Freischreiber und Freelens haben uns schon Unterstützung in Aussicht gestellt. Danke dafür!

Hier zählen wir auf viele Hinweise durch die Mitglieder von istlokal.de – positive wie negative. Hier sollen Standards entwickelt werden, die die Mitglieder auf ihre Bedürfnisse anpassen können.

Gerade in bezug auf Abmahnungen, die existenziell bedrohlich werden können, muss den „Angreifern“ klar gemacht werden, dass sie sich mit einem Netzwerk anlegen und genau überlegen müssen, ob sich das Abenteuer wagen wollen.

istlokal.de-Gründungsmitglied Stefan Aigner ist ein „prominenter“ Fall. Er steht zum dritten Mal vor Gericht – über einen Spendenaufruf konnte er 10.000 Euro einsammeln und hat so die Möglichkeit durch zwei Instanzen zu gehen. In Facebook unterstützt ihn die Gruppe „Solidarität mit Aigner“ – organisiert über istlokal.de-Mitglieder. Weitere Gruppenmitglieder sind gerne willkommen!

Ausblick

Die Arbeitskreise müssen sich zusammenfinden und selbst organisieren. Willkommen sind „Experten“ mit ihrem Wissen und andere, die Zeit und Arbeitskraft einbringen. Ob das Sortieren von Informationen, eine „Reinschrift“ oder eine „Expertenbewertung“  es wird in der Aufbauphase viel Eigenleistung zu bringen sein.

Auch später wird das Netzwerk über die vielen Köpfe der Mitglieder immer neue Impulse „schöpfen“ können – vernetzter Journalismus eben.

Wir sind sicher, dass wir „Bottom-Up“ zusammen mehr erreichen, als wenn jeder „vor sich hinwurschtelt“. Sinn und Zweck ist die Förderung von Lokal- und Regionaljournalismus – vernetzt und zum Vorteil der Mitglieder und deren Leserinnen und Lesern.

Noch Fragen?

Sind noch Fragen offen? Gibt es Ideen, die wir nicht oder zu wenig berücksichtigt haben? Haben wir was übersehen oder gibt es Kritik, weil wir eventuell etwas falsch machen? Dann schreibt uns.

kontakt (at) istlokal.de

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  • Guten Morgen, Freunde und Kollegen, zur Mitgliederversammlung April/Mai schlage ich Weilburg vor, etwa 60 km nördlich Frankfurter Flughafen, zwischen Limburg und Wetzlar gelegen. Mit dem HILF (Hessisches Institut für Lehrerfortbildung), der Jugendherberge, dem Schlosshotel und verschiedenen anderen preiswerten Tagungsstätten bietet sich die ehemalige Residenzstadt der Nassauer an. Natürlich habe ich bei keinem angefragt, kann aber die Orga übernehmen. April/Mai beginnt die Lahnpaddelsaison, wenn wir schnell mit der Planung sind, sollte es aber noch gut klappen.

    Der Aufruf, einen Hut zu nehmen, erreicht uns in einer sehr arbeitsamen Zeit. Hier herrscht bis zum 27. März Kommunalwahlkampf. Deshalb in aller Kürze:

    1) An einer Teilhaberschaft bin ich interessiert.

    2) Ich persönlich arbeite gerne im Kompetenzteam mit, um Kriterien zu erarbeiten und zu überprüfen.

    3) Eine Mitarbeit im „Vertriebs-„Team ist durchaus denkbar, bietet sich bei mir aufgrund von Ausbildung und Erfahrung an.

    4) Ansonsten sehe ich mich eher als Nehmer denn als Geber 🙂

    Fazit: Treffen können wir organisieren, ansonsten müssen wir alles in die Zeit nach dem 27. März verschieben.

    Schöne Grüße, Ka-Jo

  • Orte für Zusammenkünfte:

    Weilburg, Gießen oder Marburg, auf jeden Fall wäre es in Mittelhessen, wenn wir das Treffen in Weilburg abhalten. Denn der Kreis Limburg-Weilburg gehört auch mit in die Riege der fünf mittelhessischen Landkreise. Wenn man sich die geographische Lage ansieht, wäre Hessen also eines der zentral gelegenen Bundesländer, Mittelhessen dort wieder in der Mitte. Mittelhessischer Kernbereich wiederum ist das Dreieck Gießen-Wetzlar-Marburg. In der Region Marburg liegt das Schloss Rauischholzhausen, das zur Uni Gießen gehört.
    Auf Nachfrage ist dort im April an diesen Tagen etwas frei: 11. – 16. April, 18.- 21. April. Die Kosten für eine Übernachtung liegen zwischen 25 und 90 Euro, je nachdem ob man ein Einzelzimmer, Doppelzimmer und Dusche/WC auf dem Gang oder im Zimmer hat. Frühstück kostet 8 Euro, Mittagessen 12 Euro, Abendessen 9 Euro. Eine Saalmiete mit den gängigen Konferenztechniken kostet zwischen 50 und 100 Euro je nach Aussstattung. Wenn dort reserviert werden sollte, dann müsste das in den nächsten Tagen geschehen.
    Kurze Lageinfo: Schloss Rauischholzhausen gehört zur Gemeinde Ebsdorfergrund, kann per Auto über die B 3 erreicht werden. Die nächst gelegene Autobahn ist die A5, der am nächsten gelegene Bahnhof Marburg.

    2) Ideen, Nutzwerte für istlokal und Mitglieder schaffen.
    Diese Diskussion würde ich gerne im internen Zirkel führen. Vorschläge liegen via Mail schon vor. Mitziehen, auf jeden Fall, einer alleine kann nicht soviel voranbringen wie viele es können.

    3) Thematisch zu 2 gehörend: Ich denke, wer nicht unbedingt an die Aktualität eines täglich erscheinenden Lokalblogs gebunden ist, könnte vielleicht in einer Art Denkfabrik für Themen mitarbeiten, von der dann alle profitieren können.

    Beste Grüße an alle,

    Christoph

  • Hallo zusammen,

    hier ist noch ein Vorschlag für den Raum Mittelhessen als zentralem Treffpunkt.
    Wäre allerdings in der Zeit 6. bis 8. Juni:

    Ort: Mathematikum Gießen.
    Saalmiete 300 Euro , 50 Euro für die Technik (Beamer etc.)
    Während der Hauptöffnungszeiten gibt es keine weiteren Kosten, ab 18 Uhr 15 Euro je Stunde und Betreuungspersonal (letzteres: diejenigen, welche hinterher das Museum abschließen.)
    Das Mathematikum liegt zentral in Gießen in direkter Nähe des Bahnhofs, für Autofahrer gibt es reihum diverse Parkmöglichkeiten.
    Zusatzbemerkung:
    Um Catering müsste man sich in dem Fall separat kümmern, außerdem gibt es tagsüber Geräusche durch Schulklassen. Das Mathematikum ist das bisher einzige Mathematik-Mitmachmuseum weltweit und von daher stark frequentiert. Früher als Juni ist es zur Zeit für tagsüber nicht möglich, da der Konferenzraum Teil einer Sonderausstellung ist. Daher wäre vorher der Raum nur abends buchbar. Für unser Vorhaben wäre das aber wohl etwas zu knapp.

    Wie im Fall Rauischholzhausen wäre eine frühe Reeaktion nötig. Wir sind nicht die einzigen die nachfragen.

    Bitte deswegen beizeiten um Reaktionen.

  • Hallo,

    alles wichtige Themen und ich kann zu jedem mehr oder weniger beitragen. Ich bin interessiert an der Mitgliedschaft und derzeit vor allem an der Vermarktung und in dem Zusammenhang die Technik. Ich sammle gerade erste Erfahrungen mit einem Open-Source-Adserver.

    Thomas