
Unnötige Arbeit durch falsche Planung.
Mannheim, 21. Oktober 2012. (red/pro) Wer denkt, ohne Facebook auskommen zu können, verschenkt Reichweite und eine tiefere Bindung an die Leserinnen und Leser. Wer denkt, Facebook ist ratzfatz eingerichtet und dann läuft es problemlos, könnte falsch liegen. Ein Erfahrungsbericht.
Von Hardy Prothmann
Die Zeit, die ich mir vor dem Einrichten von Facebook nicht genommen habe, lege ich jetzt mehrfach drauf. Das Problem: Mir war nicht bewusst, dass nur “echte” Menschen einen Facebook-Account haben dürfen, Unternehmen hingegen nicht. Für die stehen die Seiten zur Verfügung.
Der Fehler und die Folgen
Mein Fehler: Ich habe für alle zwölf Blogs in meinem Netzwerk einen Account angelegt. Immer unter der jeweiligen Adresse redaktion@blogname.de. Das ging lange gut, doch plötzlich wollte Facebook eine Mobilnummer oder Kreditkarteninfos haben, um die “Echtheit” zu überprüfen. Kein Problem, Kreditkarte kriegen sie nicht, also Mobilnummer abgesandt, Bestätigungscode erhalten und eingetippt. Doch bei der zweiten Adresse akzeptierte Facebook die Mobilnummer nicht mehr – war ja schon benutzt. Also die von meiner Frau verwendet. Anscheinend nimmt Facebook aber nur Mobilnummern von O2 – den Provider meiner Frau wollte Facebook nicht.
Dann kamen weitere Aufforderungen. Und dann die Sperre von zwei Accounts. Und kein Zugang mehr zu den mittlerweile gesammelten “Freunden”. Na super. Der nächste Schritt wäre nun, mit Facebook in Kontakt zu treten und was weiß ich dabei alles zu erleben. Man hört, dass das ziemlich sinnlos ist.
Ärgerlich auch: Viele Leserinnen und Leser sind nicht unbedingt zuerst auf die Seite gegangen, sondern haben den “intensiveren” Kontakt gesucht und Freundschaftsanfragen gestellt. Liken mussten sie nicht mehr, denn über den Stream haben sie ja auch die Nachrichten von der Seite gesehen. Teils haben die Accounts deutlich mehr Freunde als die Seiten Fans haben.
Lösung? Ja – aber
Die vermeintliche Lösung: Die Freunde zu Fans machen und dann die Facebook-Seiten miteinander “mergen”. Klingt gut. Ist aber nur Theorie. In der Praxis am Beispiel Weinheimblog hat der erste Versuch nicht vollständig geklappt. Die Freunde zu Fans einer neuen Seite zu machen hat funktioniert – allerdings mit dem Verlust aller Postings. Das tut weh. Vorab hatte ich die Umstellung angekündigt, damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Bei einigen wird es sicher für Verwirrung sorgen, wel die nur einfache Nutzer sind und über den ganzen Hintergrund mit Account und Seite undsoweiter nichts wissen. Ebenfalls blöd: Weil es mehr als 100 Fans sind, kann ich die Seite auch nicht mehr von “Redaktion Weinheimblog” auf “Weinheimblog” umbenennen.

Besser vorher geplant als später mit hoher Konzentration repariert – jedes Handeln hat Konsequenzen.
Verschmelzungsverluste
Jetzt habe ich zwei Weinheimblog-Seiten auf Facebook. Beide mit über 400 Fans. Zusammen wären es abzüglich Dopplern bestimmt 6-700. Ist doch gar nicht schlecht. Nur doof, dass sich die Seiten nicht mergen lassen. Die Verschmeldungsfunktion wird bei anderen Seiten mal angezeigt, mal nicht. Irgendeine Programmroutine prüft im Hintergrund, ob es ähnliche Seiten gibt, die man zusammenführen kann. Ist das der Fall, wird die “Merge”-Funktion angezeigt. Facebook schlägt mir vor die Seite von Viernheimblog mit der von Weinheimblog zu verbinden. Na super. Vielleicht fehlt auf der neuen Seite noch “ähnlicher Inhalt” – also werde ich die neue Seite befüllen und in ein paar Wochen schauen, ob sich die Pages verbinden lassen. Wenn nicht, wird der Stecker gezogen und eine Seite gelöscht. Die mit der Vanity-URL “Weinheimblog” ist die neue Seite, auf der ich durch die Übertragung alle Postings verloren habe.
Weiter passe ich die Verknüpfung mit dem Blog an – weil ich zwölf habe, ist das jede Menge unnötiger Arbeit. Hätte ich mich mal vorher besser eingearbeitet und einen besseren Plan gehabt. Naja, durch Schaden wird man hoffentlich klüger.
Klar, mein Fall mit den vielen Blogs gilt nicht für viele. Aber es wird doch einige geben, die neben ihrem “Privat-Account” einen auf die Redaktion angemeldet haben. Und für die gilt: Genauso gelitten wie ich. Wenn man Pech hat, schaltet Facebook den Account ab. Und alle “Freunde” sind dahin. Und wenn man nur den Redaktion-Account als Admin für die Page eingestellt hat, ja dann… Deswegen schnell den Privat-Account zum Manager der Seite machen. So bleibt wenigstens dieser Zugriff erhalten.
Ich lösche nun die ganzen redaktionellen Accounts und kalkuliere Verschmelzungsverluste ein – der Schaden ist da und besser, er wird jetzt behoben, als dass er noch größer wird.
Anm. d. Red.: Alle Links zu den benötigten Tools gibt es in unserem internen Forum, dass in Kürze startet und den istlokal-Mitgliedern zur Verfügung steht.

















Der totale Verlust lässt sich vermeiden.
Einfach vor der Umwandlung der Profils die Inhalte runterladen.
https://www.facebook.com/help/131112897028467/
Grüße
Marco
Servus Marco,
done – und wie kriegt man die wieder hoch?
Gruß
Hardy
Einen Upload gibt es da leider nicht, aber Du kannst händisch posten und die Einträge zurückdatieren.
Grüße
Marco
Servus Marco,
äh, ja. Ich nehm mir dafür dann mal für die zigtausend Posts auf den zwölf Blogs sechs Monate Urlaub
Gruß
Hardy