Gründerförderung

Auf großer Fahrt in die Selbständigkeit

Auf zu neuen Ufern - die Seute Deern (süßes Mädchen) auf voller Fahrt. Quelle: Wikipedia, gemeinfrei

Auf zu neuen Ufern – die Seute Deern (süßes Mädchen) auf voller Fahrt. Quelle: Wikipedia, gemeinfrei

 

München/Gmund, 25. September 2013. (red) Franz Neumeier hat den Schritt in die Selbständigkeit schon vor einigen Jahren gewagt und diese Entscheidung noch nicht bereut. Seine Erfahrungen möchte er hier mit anderen teilen und gibt wertvolle Tipps für diejenigen, die über eine Unternehmensgründung und das Arbeiten in Eigenregie nachdenken.

Von Franz Neumeier, www.cruisetricks.de

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Franz Neumeier, Gründer von www.cruisetricks.de gibt wertvolle Tipps für alle Istlokaler. Foto: Franz Neumeier

Die Redaktion wird verkleinert, Arbeit extern vergeben oder die Bude gleich komplett dicht gemacht: Eine betriebsbedinge Kündigung ist zunächst ein Schock. Und direkt darauf folgt die bange Frage: Wie soll es weitergehen? Feste Jobs gibt es für Journalisten kaum noch, also bleibt häufig nur die Selbständigkeit.

Erster Schritt: Die Selbständigkeit als große Chance sehen, nicht als letzten Ausweg. Denn Selbständigkeit bedeutet vor allem auch persönliche Freiheit, Ausbrechen aus dem engen Redaktionskorsett.

Zweiter Schritt: Den Start in die Selbständigkeit finanziell überleben, mit Anfangsinvestitionen und fixen Lebenshaltungskosten bei zunächst womöglich keinen oder wenigen Aufträgen.

Der Gründerzuschuss der Arbeitsagentur kann hier helfen. Wer ihn bekommt, ist zumindest für die ersten sechs Monate finanziell abgesichert.

Gründerzuschuss: die Eckpunkte

Die Gründerförderung der Arbeitsagentur umfasst sechs Monate steuerfreies Geld in Höhe des Arbeitslosengeldes (ALG I) plus 300 Euro Zuschuss für die Sozialversicherung. Weist man nach sechs Monaten nach, dass man die Geschäftstätigkeit tatsächlich aufgenommen hat und intensiv betreibt, kann der 300-Euro-Zuschuß zur Sozialversicherung um weitere neun Monate verlängert werden (Details hierzu).

Gründerzuschuss und Sozialversicherungszuschüsse sind übrigens steuerfrei und an keine Bedingungen in Hinblick auf sonstiges Einkommen geknüpft – denn die Idee ist ja, anders als beim ALG I, dass der Gründer schnell erfolgreich ist und Geld verdient. Der Gründerzuschuss wird auch bei der Steuererklärung nicht berücksichtigt.

Anders als noch bis Ende Dezember 2011 gibt es allerdings keinen Rechtsanspruch mehr auf diese Gründerförderung. Für die Bewilligung hat die Arbeitsagentur daher einen weiten Ermessensspielraum.

Wer sich selbst neu erfinden und staatlich gefördert in die Selbständigkeit starten will, hat einiges an Arbeit vor sich: Antrag stellen, Geschäftskonzept entwickeln, Businessplan schreiben und prüfen lassen und dann hoffen, dass der Antrag durchgeht.

Ein kleines Unternehmen gründen

Der Grundgedanke der Gründerförderung ist, „für die Anfangsphase zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung“ beizutragen. Als Ziel definiert die Arbeitsagentur, „dass diese Förderung der selbstständigen Tätigkeit zu einer möglichst nachhaltigen beruflichen Integration führt“.

Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man die Antragspapiere vorbereitet. Gründerzuschuss zu beantragen ist weit mehr als nur schnell ein paar Formulare auszufüllen. Denn eigentlich geht es darum, ein richtiges kleines Unternehmen zu gründen (sprich: sich als Freiberufler selbständig zu machen), mit allem Drum und Dran. Ganz nebenbei dokumentiert man das auch für die Arbeitsagentur und bekommt zur Belohnung mit etwas Glück die Förderung.

Einen großen Vorteil haben Journalisten beim Start in die Selbständigkeit gegenüber vielen anderen Gründern: Die Anfangsinvestitionen halten sich stark in Grenze. Stuhl, Schreibtisch, Telefon, Laptop mit Internet-Zugang und gegebenenfalls eine Kamera – mehr braucht man erst einmal nicht, um loslegen zu können.

Voraussetzungen für die Gründerförderung

Bevor wir über besondere Aspekte für freie Journalisten sprechen, kurz die Grundvoraussetzungen für die Förderung:

  • Bei Aufnahme der selbständigen Tätigkeit (also i.d.R. bei Antragsstellung) muss noch ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen bestehen: Der Antrag kann erst aus der Arbeitslosigkeit heraus gestellt werden, nicht also schon vorab, sobald man sein Kündigungsschreiben in der Hand hält. Man muss also mindestens einen Tag lang arbeitslos sein, bevor man gründen kann.
  • Hauptberufliche Tätigkeit: Der zeitliche Umfang der selbständigen Tätigkeit muss, so die AA, die Arbeitslosigkeit beenden und mindestens 15 Wochenstunden umfassen.
  • Es darf keine vermittelbaren, offenen Stellen geben: Könnte der Arbeitslose einen Job annehmen, der vom Arbeitsamt vermittelt werden kann, gibt’s keinen Gründerzuschuss. Journalisten gelten in heutiger Zeit meist als unvermittelbar. Die AA-Berater kapitulieren daher oft recht schnell. Falls nicht, sollte man versuchen, sich vom AA adäquate Stellen vermitteln zu lassen – wenn man aus Sicht der AA leicht vermittelbar ist, sollte das schnell gehen. Und wenn nicht: quod erat demonstrandum …
  • Nachweis, dass die Selbständigkeit gute Chancen hat, erfolgreich zu sein und dauerhaft zu bestehen: Vorgelegt werden müssen Lebenslauf, Businessplan samt positivem, fachkundigem Gutachten (Unternehmensberater, Steuerberater, IHK oder Bank) und Gewerbeanmeldung beziehungsweise bei Freiberuflern eine Anmeldung der Tätigkeit beim Finanzamt. Die Unterlagen müssen den Berater bei der AA davon überzeugen, dass der Kandidat in seiner Selbständigkeit wahrscheinlich erfolgreich sein wird und ausreichend unternehmerische Fähigkeiten dazu mitbringt. Wer schon in seinem Redakteurs-Job mit Budgetplanung, Businessplänen für Redaktionsprojekte und Ähnlichem zu tun hat, kann das leicht glaubhaft machen. Ansonsten kann auch die Teilnahme an einem Gründerseminar helfen.

Einige Tipps speziell für Journalisten

Aufnahme der Geschäftstätigkeit:
Her ist große Vorsicht geboten, denn vor Antragstellung darf man offiziell nicht mit der Arbeit beginnen -zumindest nicht dokumentiert und nachweisbar. Denn die Gründerförderung gilt nur für neu gegründete Unternehmen beziehungsweise den Neustart in die Selbständigkeit, nicht für schon laufende Tätigkeit. Für Journalisten ist das oft schwierig, zumal viele schon während ihrer Festanstellung nebenbei freiberuflich tätig sind.

Ausschlaggebend ist der Stichtag, der auf dem Antragsformular vermerkt ist. Üblicherweise versieht der Berater bei der Arbeitsagentur das Formular mit dem Datum des Tages, an dem er (oder sie) das Formular aushändigt – das gilt dann später als Tag der Antragstellung, auch wenn man die Unterlagen selbst erst später einreicht.

Unglücklicherweise kann der Antrag erst gestellt werden, wenn man mindestens einen Tag arbeitslos war. Das macht es vor allem für Journalisten schwierig, die Geschäftstätigkeit erst nach diesem Termin aufzunehmen. Denn natürlich sollte man sofort nach einer Kündigung damit beginnen, Aufträge zu akquirieren, damit man nach Ablauf der Kündigungsfrist oder Freistellung sofort loslegen kann. Man sollte also Aufträge bis zum Stichtag lediglich mündlich absprechen und Schriftliches auf die Zeit nach Antragstellung verschieben.

Andererseits helfen bereits akquirierte Aufträge dabei, den Businessplan realistischer zu kalkulieren und die Geschäftsidee gegenüber der Arbeitsagentur glaubhafter und mit ersten Erfolgen garniert präsentieren zu können. Hier ist also Vorsicht, genaue Planung und Fingerspitzengefühl gefragt, um auf keinen Fall vor Antragstellung offiziell die Geschäftstätigkeit aufzunehmen.

Gründen aus der Festanstellung heraus:
Einen Ausweg gibt es allerdings. Wer früher gründen will oder muss, kann mit seinem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag zu einem früheren als den im Kündigungsschreiben vorgesehen Termin vereinbaren, um sich entsprechend auch früher arbeitslos melden zu können. Das führt zwar bei der AA zu einer Sperrzeit von drei Monaten, doch gründen darf man in dieser Zeit trotzdem. Der Zuschuss wird dann eben nur zeitversetzt drei Monate später gezahlt, trotzdem aber in vollem Umfang und Dauer.

Einschätzung der Marktchancen:
Paradoxerweise sind die vielen Entlassungen in Redaktionen und Zusammenlegung von Ressorts ein starkes Argument gegenüber der Arbeitsagentur in Hinblick auf die Erfolgsaussichten: Wo in den Redaktionen kaum noch Leute sind, werden freie Mitarbeiter umso mehr gefragt sein. Da liegt also viel Potenzial für Aufträge. Und wenn man beispielsweise durch ein nach wie vor gutes Verhältnis zu seiner bisherigen Redaktion sowie ein kleines Netzwerk zu anderen Redaktionen aufzeigen kann, dass man diese Aufträge auch bekommen kann, ist das schon die halbe Miete.

Steuerberater suchen:
Wer bisher seine Steuer-Angelegenheiten selbst geregelt hat, sollte sich spätestens jetzt als Selbständiger einen Steuerberater suchen, der Erfahrung mit Freiberuflern hat. Am besten im Kollegenkreis herumfragen und sich Empfehlungen geben lassen für Steuerberater, die schon andere freie Journalisten betreuen. Dinge wie Umsatzsteuer-Voranmeldung, Trennung zwischen freiberuflichen und gewerblichen Einnahmen (ein gefährliches Minenfeld!) aber auch die Beratung in Hinblick auf den Businessplan belasten vor allem in der Anfangszeit ziemlich und rauben einem wertvolle Zeit, die man sinnvoller darauf werdender, Aufträge zu akquirieren und das Geschäft in Gang zu bringen. Die Kosten für einen Steuerberater halten sich dabei ziemlich in Grenzen.

Der Businessplan

Kritisch ist für die Erfolgsaussichten des Zuschussantrags vor allem der Businessplan – sowohl der Zahlen-Teil aus auch die textliche Begründung: Er muss darlegen, dass die Geschäftsidee tragfähig und aussichtsreich ist, in absehbarer Zeit Gewinne abwirft und der Kandidat auch in der Lage ist, die Aufgaben zu bewältigen, die er sich selbst vornimmt.

Andererseits – und da wird es schwierig – darf das Modell nicht offenkundig so erfolgreich sein, dass man eigentlich gar keine Förderung nötig hat. Selbst ein zugesagter Bankkredit kann schon dazu führen, dass die AA der Ansicht ist, der Gründer brauche gar keine Förderung, weil das Geschäft auch so in Schwung kommt und keine finanzielle Überbrückung für den Einstieg benötigt.

Ein zu optimistischer oder tatsächlich sehr positiver ausfallender Businessplan ist also paradoxerweise ebenso problematisch wie ein Businessplan, der dem Vorhaben wenig finanzielle Perspektive gibt. In jeden Fall muss der Businessplan aber glaubhaft und realistisch sein. Immerhin: Ist der Zuschuss denn einmal genehmigt, kontrolliert später niemand mehr, wie realistisch der Businessplan war.

Am besten rechnet man der Arbeitsagentur mit Hilfe eines Liquiditätsplans genau vor, dass man mit Hilfe des Gründerzuschusses von Anfang an und für die ersten ein bis zwei Jahre ausreichend liquide wäre und keine Zahlungsunfähigkeit riskiert. Und in einem zweiten Liquiditätsplan rechnet man vor, wie schwierig oder unmöglich die Gründung ohne den Gründerzuschuss wäre.

Nebenbei bemerkt: Der Businessplan ist selbst für Menschen, die gut mit Geld umgehen können, durchaus auch ein Hilfsmittel, um das Vorhaben auch für sich selbst besser abschätzen und beurteilen zu können.

Wer mit Businessplänen noch nie zu tun hatte oder sich bei der Erstellung unsicher fühlt, sollte ein entsprechendes Seminar besuchen oder sich persönlich beraten lassen. Das kostet zwar etwas Geld, zahlt sich am Ende aber nicht nur in Hinblick auf den Zuschuss-Antrag, sondern auch für eine realistische Einschätzung der eigenen Planung aus. Denn der Gründerzuschuss hilft nur sehr begrenzt, wenn man ihn nicht für einen erfolgreichen Start in die Selbständigkeit nutzen kann, weil Planung und Geschäftsidee wenig Erfolgsaussichten haben. Für die Teilnahme an Gründerseminaren gibt’s von der KfW übrigens Zuschüsse (2013 je nach Bundesland 50-80 Prozent, danach allerdings nur noch deutlich weniger – die Arbeitsagentur hat hierzu die Details). Nebenbei macht es eine Teilnahme an einem Gründerseminar auch einfacher darzulegen, dass man die nötigen unternehmerischen Kenntnisse mitbringt, um als Selbständiger erfolgreich zu sein.

Muster für den Businessplan finden sich auf einschlägigen Websites zur Gründerberatung, beispielsweise bei www.gruenderdomain.de oder „ok, Ziel erreicht“. Ein spezifisch auf die Selbständigkeit als freien Journalisten bezogener Businessplan ist beim Gründerblatt verlinkt.

Der erste Kontakt zum AA-Berater

Für den Gründerzuschuss ist der zuständige Berater bei der Arbeitsagentur die Schlüsselfigur. Vor allem von seiner Beurteilung hängt später die Gewährung des Zuschusses ab. Daher sollte man sich bereits für das erste Gespräch mit dem Berater sehr gut vorbereiten, seine eigenen Stärken und Schwäche, beruflichen Chancen und (für diesen Zweck möglichst geringe, unflexible) mögliche Einsatzgebiete genau kennen.

Der Berater sollte nicht den Eindruck bekommen, man sei nur mal schnell vorbeigekommen, um sich das Antragsformular abzuholen.

Kompetentes, selbstsicheres Auftreten, aber auch die Bereitschaft nach (gut recherchierten, aber leider nicht vorhandenen) Alternativen zu suchen, sollten selbstverständlich sein. Schließlich zeigt man damit schon beim Erstgespräch, ob man potenziell ein dynamischer Unternehmer ist, oder eher ein aussichtsloser Fall, der wahrscheinlich in der Selbständigkeit ohnehin scheitern würde. Auf diesen ersten Eindruck kann es ankommen.

Einige Tipps zum Schluss

  • Zeit einplanen: Die Erstellung des Businessplans, die Begutachtung, die Prüfung bei der AA – all das kostet Zeit, und zwar mehr, als man zunächst denkt. Daher sollte man zügig arbeiten und alles so schnell wie möglich erledigen – vor allem wenn es finanziell eng ist und man die erste Auszahlung möglichst schnell braucht.
  • Freiwillige Arbeitslosenversicherungspflicht: Klingt paradox, ist aber einfach erklärt: Als Gründer kann man freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eintreten. An diese Entscheidung ist man dann allerdings für fünf Jahre gebunden, erst dann gibt es ein Kündigungsrecht. Da sich die Beiträge zu dieser AL-Versicherung in den vergangenen Jahren drastisch erhöht haben, sollte man sich genau überlegen, ob man diese Option in Anspruch nimmt. Der Zweck ist, sich abzusichern, wenn die Selbständigkeit schief geht. Allerdings bemisst sich das daraus resultierende Arbeitslosengeld nach den letzten Einnahmen – scheitert man als Selbständiger, dürfte das aber recht wenig sein. Und verdient man gut, benötigt man die Versicherung ohnehin nicht. Details dazu finden sich in einem Merkblatt der AA.
  • Hartnäckig bleiben: Die Berater bei der Arbeitsagentur haben Budget-Vorgaben und versuchen daher, möglichst nur klare Fälle zu fördern. Man sollte sich daher gegebenenfalls von einer ablehnenden Haltung des Beraters nicht abschrecken lassen, sondern hartnäckig aber freundlich darauf drängen, den Weg in die Selbständigkeit mit Gründerförderung einzuschlagen.
  • Schnell durchstarten: Gründerförderung klingt sehr gut und ist eine große finanzielle Erleichterung in der schwierigen Anfangsphase. Aber die sechs Monate vergehen wie im Fluge und danach bleibt das Konto schlagartig leer. Deshalb heißt es von Anfang an Vollgas geben und sich nicht von der relativ komfortablen Situation der ersten sechs Monate einlullen lassen. Denn hat man bis dahin nicht schon ein wenig Tritt gefasst und die ersten Aufträge an Land gezogen, beginnt eine danach wirklich schwierige Zeit.

Zur Person: Franz Neumeier ist als freier Reisejournalist auf Kreuzfahrten spezialisiert, betreibt die Kreuzfahrt-Website www.cruisetricks.de, ist Buch-Autor („Der cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber“) schreibt für diverse Tageszeitungen (u.a. Welt, WAZ), Fachzeitschriften („Welcome aboard“, „Kreuzfahrten“, „Schöner Reisen – Das Kreuzfahrtmagazin“) sowie den renommierten „Kreuzfahrt Guide“ und hält Vorträge und Workshop. Bevor Franz Neumeier sich 2009 mit Unterstützung des Gründerzuschusses selbständig gemacht hat, war er jahrelang als Chefredakteur diverser Computer-Zeitschriften (u.a. PC Professionell, Internet Professionell, Internet Magazin) tätig. Bis heute hat er den Schritt in die Selbständigkeit keine Minute lang bereut.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.